Autophagie – der „kleine Zelltod“ als Verjüngungskur für Zellen, Gewebe und Organismus

Autophagie

Jüngst wurde durch medizinische Studien festgestellt, dass die Menschen in Deutschland unerwartet hohe Mengen an schädlichen Stoffen, allen voran chemischen Weichmachern, in ihren Körpern tragen. Auch ohne den Fokus auf einen konkreten Stoff nimmt die Art und der Umfang der schädlichen Einflüsse, die von außen auf den menschlichen Körper wirken, stetig zu. Der Organismus ist immer größerem Stress ausgesetzt, der bereits in der einzelnen Körperzelle beginnt. Grundsätzlich gab es diese „Notlagen“ innerhalb des Körpers schon immer. Mit der Autophagie besitzt der menschliche Organismus eine Art Wunderwaffe, mit der eine stetige Erneuerung von innen heraus gelingt. Auch gegen die aktuellen Belastungen von außen lässt sich diese Wunderwaffe nutzen.

Was genau ist Autophagie?

Autophagie oder auch Autophagozytose beschreibt einen auf zellulärer Ebene ablaufenden Prozess der Selbstverwertung. Bei der Phagozytose umschließt eine Zelle ein außen liegendes Objekt mit einer Membran, nimmt es in sich auf und baut es in verwertbare Substanzen, wie etwa Aminosäuren oder Lipide, ab. Bei der Autophagozytose dagegen ist der Prozesse nach innen, also auf zelleigene Komponenten, gerichtet. Die Zelle reagiert üblicherweise in einer Phase der Energie- oder Nährstoffknappheit mit dieser Selbstverdauung und erschließt sich aktuell nicht benötigte Bestandteile als interne Quelle.

Verschiedene Antreiber der Autophagie

Qualitativ unterscheidet sich die Autophagie nach dem substanziellen Mangel, der zum Selbstabbau führt. Welcher Stoff fehlt bestimmt, welches Bauteil verwertet wird. Quantitativ kommen hierzu verschiedenste äußere Auslöser, die den Prozess in Gang setzen:

Sport – die Zellverdauuung als Notenergiereserve des Körpers

Am schnellsten und drastischsten tritt die zelluläre Notlage bei intensiven körperlichen Belastungen, meist also beim Sport,auf. Innerhalb kurzer Zeit werden die Energiereserven aufgezehrt und können auch durch die Verstoffwechselung von Nahrung nicht schnell genug aufgefüllt werden. Der Körper greift zu dem was er hat – zu seinen Zellen. Genau genommen zählt auch der meist gewünschte Abbau von Fettzellen zu diesem Prozess der Autophagozytose. Im Fokus der Medizin steht hier aber vor allem der Abbau eigentlich notwendiger Zellen. Die Selbstverdauung von Muskelzellen tragen nicht unwesentlich zum Auftreten von Muskelkater bei. Im positiven Sinne gezielt anstoßen lässt sich die Autophagie durch Sport kaum. Denn der Grat zwischen positivem und übermäßigem Abbau ist schmal und kann in der körperlichen Belastung nicht gezielt angestrebt werden.

Heilfasten – Stoffwechselprozesse optimieren und innere Ressourcen erschließen

Anders sieht es dagegen beim Heilfasten aus. Hier wird nicht der Verbrauch, sondern die Zufuhr an Stoffen von außen verändert. Durch die Reduzierung der Energiezufuhr wird der Körper gezwungen, auf seine internen Reserven zurückzugreifen. Da der Prozess hier weit mäßiger als beim Sport, dafür aber länger anhaltend abläuft, kann der Körper seinen Zellstoffwechsel anpassen und auf einen Abbau nicht benötigter oder gar nicht erwünschten Bestandteile einstellen. Je nach gewählter Fastenform wird die gezielte Unterversorgung entweder quantitativ oder auch qualitativ herbeigeführt, um so ganz bestimmte körpereigene Mechanismen auf Zellebene anzuregen.

Weizenkeime – Die Zellerneuerung von außen in Gang bringen

Noch einfacher und besser gelingt die Anregung der positiven Autophagie über bestimmte Stoffe, die über den Stoffwechsel aufgenommen und direkt an den Wirkort in den Zellen transportiert werden. Eine gute Möglichkeit, diese Stoffe aufzunehmen, ist die Ergänzung der täglichen Nahrung um Weizenkeime. Was sind Weizenkeime? Unter Weizenkeimen versteht man sozusagen die „begonnene“ Weizenpflanze, die sich unmittelbar am Beginn des Wachstumsprozesses aus dem eigentlichen Korn bildet. Der Keim umfasst zwar nur einen minimalen Gewichtsanteil des Korns. Er beinhaltet aber den größten Teil der wertvollen Inhaltsstoffe, da diese so direkt der Entwicklung des Schösslings zur Verfügung stehen. Als ein wichtiger Stoff ist hier Octacosanol zu nennen. In der menschlichen Zelle hat er das Potential, die Umschließung und den Abbau nicht mehr benötigter Zellkomponenten anzuregen und in Gang zu setzen.

Fazit – Nahrungsergänzung als sicherer Weg zur Zellverjüngung

Es zeigt sich, dass zwar auch moderate Bewegung und die Anpassung der Ernährung in der Lage sind, die Zellverjüngung positiv zu beeinflussen. Sowohl die richtige Dosis als auch die Überwindung zu dieser Anpassung des persönlichen Alltags sind aber nicht jedermanns Sache. Einfacher gelingt der Anstoß der Autophagie deshalb mit einfachen Mitteln aus der Natur. Mit dem Weizenkeim als einem Bestandteil des Getreides, das der Mensch in Deutschland ohnehin am meisten verzehrt.