CBD-Tropfen und Co.: Wie sinnvoll sind Cannabidiol-Nahrungsergänzungsmittel für Sportler?

CBD

Cannabidiol (kurz: CBD) werden viele positive Eigenschaften zugeschrieben – wobei der Einsatz bei Sportlern oder bei sportlichen Aktivitäten in der Freizeit dabei häufig zunächst gar nicht im Fokus steht. Beides zusammen, Sport und Cannabidiol-Einnahme, mag auf den ersten Blick kein perfekt zueinander passendes Pärchen sein – aber es lohnt sich genauer hinzuschauen.


Haben CBD-Produkten positive Effekte im Kontext einer sportlichen Aktivität?

Zunächst einmal gilt es an dieser Stelle mit zwei immer noch weitverbreiteten Vorurteilen auszuräumen: Erstens haben Cannabidiol-Produkte keine „high-machende“ Wirkung, so wie es beispielsweise bei Cannabinoiden wie HHC oder THC der Fall ist. CBD ist ein Cannabinoid ohne psychedelischen Effekt. Damit formulierte Produkte dürfen zugleich, entsprechend den Vorgaben des Gesetzgebers ebenso wie angelehnt an Konsumentenwünsche, kein oder nur einen mikroskopisch geringen Anteil von THC enthalten. Dieser ist stets so niedrig, dass kein psychoaktiver Effekt entsteht.

Zweitens gelten CBD-Produkte, anders als THC, nicht als Doping-Mittel und stehen auch nicht auf der Verbotsliste der Welt-Anti-Doping-Agentur. Die Welt-Anti-Doping-Agentur hat, mitsamt ihren nationalen Verbänden, CBD-Produkte bereits im Jahr 2018 von der Liste der verbotenen Substanzen für Wettkampfathleten (externer Link: https://www.nada.at/de/kontrolle/ungewollt-gedopt/marketshow-cannabis) genommen. Andere Cannabinoide, auch solche die als synthetische Cannabinoide eine psychoaktive Wirkung haben, sind aber weiterhin verboten.

Cannabidiol und CBD-Produkte, ob nun in Kapsel-, Tropfen- oder anderer Form, sind damit selbst für Leistungssportler legal – und werden von diesen auch häufig genug genutzt. Marvin Washington (NFL Defensive End), Mike Tyson (Boxer) und Megan Rapinoe (Nationalspielerin im Frauenfußball) gehören unter den Leistungssportlern zu bekannten CBD-Befürwortern.

Funktionsweise und Effekt von CBD-Produkten bei sportlichen Aktivitäten

Rapinoe brach im Zuge der FIFA Frauen-Weltmeisterschaft 2019 bereits eine Lanze für CBD und dessen Effekt: In einem Interview gab sie an CBD-Produkte zu verwenden, um nach anstrengenden Spielen einerseits ihre eigene Regeneration anzukurbeln und andererseits, um unmittelbar danach zu entspannen. Von beiden Effekten könnten auch Hobby-Sportler oder solche, die sich zum Jahreswechsel gute Vorsätze genommen haben, profitieren.

Bekanntlich hat das Joggen positive Auswirkungen auf die Figur: Dafür gilt es zunächst den inneren Schweinehund zu überwinden. Willen und Ansporn dafür muss jeder für sich selbst finden, CBD Produkte können da zunächst nicht helfen – aber indirekt an anderer Stelle ansetzen.

Unser Körper kann nur dann Spitzenleistungen abrufen, wenn er genügend erholsame und ausreichend lange Ruhephasen erhält – die finden naturgemäß in der Nacht statt, allen voran in der REM-Phase und der siebten sowie achten Stunde des Schlafs. CBD besitzt, wie empirische Studien belegen, potenziell positive Effekte auf die Schlafqualität. Eine verkürzte Einschlafzeit, gepaart mit einer längeren und tieferen Durchschlafphase, hilft dem Körper die nötige Energie für bevorstehende Aufgaben zu sammeln. Die positiven Effekte eines gesunden Schlafs sind unbestreitbar, schließlich kennt das Phänomen jeder: Ausgeschlafen und erholt gehen die vielen kleinen und großen Aufgaben des Alltags viel leichter von Hand.

Ebenfalls bekannt ist Cannabidiol für seinen entspannenden Effekt. Eingenommene CBD Produkte können für innere Ruhe sorgen, das Stresslevel reduzieren und auch bei starker Nervosität potenziell helfen. Welchen Effekt das im professionellen Leistungssport hat, wurde schon am Beispiel der Nationalspielerin Rapinoe deutlich. Aber auch im privaten Rahmen sind die positiven Effekte wenigstens hilfreich: Statt sich selbst konsequent zu beunruhigen, zu übernehmen und sich damit nur unnötig Stress zu machen, helfen CBD Produkte mitunter unterstützend das eigene Vorhaben, sowie die eigens gelegten sportlichen Ziele, mit etwas mehr Leichtigkeit zu erreichen.

Wie jeder Profi- und Hobbysportler weiß, beginnt nach dem Auspowern die Regeneration. Dafür ist dem Körper ausreichend Zeit zu geben, auch CBD Produkte sind kein Ersatz für eine ausreichend lange Regenerationsphase und sollten auch nicht dahingehend bewertet werden. Nach starker mentaler Belastung (beispielsweise bei Wettkämpfen) oder starker körperlicher Belastung (nach Trainingseinheiten) können CBD Produkte vielleicht einen Ausgleich schaffen und damit potenziell die mentale und physische Regenerationsfrequenz steigern.

CBD Produkte: 100 % legal und ohne psychoaktive Effekt – aber nicht ohne Wirkung!

CBD Produkte führen zu keinem „High“ und haben keine berauschende Wirkung – wohl aber andere positive Effekte, die auch im Kontext der sportlichen Aktivität Vorteile erzielen können. Diese erkennt sogar die Welt-Anti-Doping-Agentur an, weshalb es heute genügend Leistungssportler gibt, die sich öffentlich für CBD aussprechen – und sicherlich noch mehr, die CBD zwar nutzen, aber nicht öffentlich damit werben.